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Gehirngesundheit. Zwischen 7 Mythen; Molekülen und Mindset

Circa Lesedauer 10 Minuten

Das Gehirn ist das komplexeste Organ des menschlichen Körpers und gleichzeitig das am wenigsten vollständig verstandene. Trotz beeindruckender Fortschritte in der Neurowissenschaft bleibt es in vielen Bereichen ein biologisches Rätsel mit offenen Enden. Genau diese Unsicherheit hat in den letzten Jahren ein Problem im Kontext von Gehirngesundheit geschaffen: Halbwissen, Übertreibung und Marketing-Mythen, besonders im Bereich der sogenannten Nootropika, also Substanzen zur kognitiven Leistungssteigerung.

Von „Smart Drugs“, die angeblich den IQ erhöhen, bis zu Supplements, die Fokus und Gedächtnis revolutionieren sollen, kursieren online massenhaft Angebote, jedoch oft ohne wissenschaftliche Grundlage.

Dabei ist der Wunsch verständlich: In einer Welt voller Reizüberflutung, Multitasking und mentaler Erschöpfung suchen viele nach Mitteln, die helfen, klarer zu denken, fokussierter zu handeln und länger leistungsfähig zu bleiben.

Die gute Nachricht: Es gibt seriöse, evidenzbasierte Ansätze, die zeigen, dass kognitive Leistung durch gezielte Ernährung, Lebensstilinterventionen und ausgewählte Supplements tatsächlich beeinflussbar ist. Gerade in den Bereichen Fokus, Konzentration, Gedächtnisleistung und mentale Energie besteht heute eine solide Studienlage, für ausgewählte Wirkstoffe.


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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Information und stellen keine ärztliche Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.


7 Nootropika Mythen

Mythos 1 „Smart Drugs erhöhen deinen IQ dauerhaft“

Q, steigern Modafinil und Co deinen IQ dauerhaft
A, nein, meist geht es um Wachheit, Aufmerksamkeit, Fehlerquote, nicht um eine neue Grund Intelligenz
Modafinil wird in Reviews mit Effekten in einzelnen kognitiven Domänen diskutiert, aber das ist kein dauerhafter IQ-Schalter; Nutzen und Risiko hängen stark von Kontext, Dosis, Schlafstatus, Person ab (Nature).

Wichtiger Hinweis: Die Einnahme ohne ärztliche Aufsicht ist ein Risiko, weil Modafinil psychische Vorerkrankungen (wie Depressionen oder Psychosen) verschlimmern kann und das Herz-Kreislauf-System belastet.

Q, was ist der Denkfehler hinter dem IQ Mythos
A, du verwechselst „weniger müde“ mit „mehr intelligent“
Wenn Schlaf fehlt, bricht Leistung messbar ein, wenn Schlaf stimmt, fühlt sich alles leichter an, das ist oft der ganze Zauber (PubMed)

Biohacking mit Nootropika sinnvoll für IQ Steigerung? KI Visual.

Mythos 2, „Stacking, je mehr, desto besser, Synergie“

Q, stimmt es, viele Nootropika kombiniert wirken besser
A, oft stimmt das Gegenteil, du erhöhst Unklarheit, Interaktionen, Nebenwirkungsrisiko, und du weißt nicht mehr, was wirkt

Q, was ist das reale Risiko bei Stacks aus dem Netz
A, Produkt Tests fanden bei „Cognitive Enhancement“ Supplements wiederholt nicht deklarierte, nicht zugelassene Wirkstoffe, teils mehrere gleichzeitig (PMC)
Das könnte zum Albtraum werden, du glaubst, du stackst Pflanzen, in Wahrheit stackst du vielleicht Pharmakologie.

Q, wie macht man das „Biohacker clean“
A, Single Variable Test, eine Substanz, eine Dosis, ein Zeitraum, ein Ziel, plus Tracking


Mythos 3, „Natürlich heißt sicher, Supplements sind harmlos“

Q, sind natürliche Supplements grundsätzlich sicher
A, nein, „natürlich“ ist kein Sicherheitssiegel, Dosis, Interaktionen, Qualität sind entscheidend
Für „Dietary Supplements“ gilt, Label lesen, Risiken beachten, Qualität ist ein eigenes Problem Feld, das NIH ODS betont genau diese Punkte (Amt für Ernährungsergänzungen)

Q, was ist ein pragmatischer Sicherheitscheck
A, drei Filter, transparente Dosierungen, keine proprietären Mischungen, Drittprüfung, Interaktionscheck bei Medikamenten
Zur Orientierung werden unabhängige Qualitätsprogramme und Verifikation diskutiert als praktische Brücke gegen Etikett-Fantasie (jandonline.org)

Eine proprietäre Mischung ist im Grunde eine Blackbox. Du weißt, was drin ist, aber nicht wie viel davon. Das dient zum Verstecken und Schutz des Herstellers, macht es für dich als Kunden aber schwer, die Qualität und Wirksamkeit wirklich zu beurteilen.


Mythos 4, „Ginkgo ist der übersehene Gedächtnis Booster“

Q, ist Ginkgo ein verlässlicher Memory-Booster für alle
A, die Evidenz für klinisch relevante, verlässliche Effekte ist inkonsistent, unzuverlässig (Cochrane)

Q, was ist der Fehler hier
A, du skalierst frühe, kleine, heterogene Studien zu einer allgemeinen Wahrheit hoch
Bei Kognition schlagen Placebo, Übungseffekte, Publikation Bias, unterschiedliche Extrakte besonders stark durch (Cochrane)

Q, was hilft stattdessen wirklich robust
A, Bewegung, sogar leicht, zeigt über viele Reviews hinweg konsistente Vorteile für Kognition, Gedächtnis, Exekutiv Funktionen (bjsm.bmj.com)

Könnte Kombination Gingko Biloba für Gedächtnis passen? Für gesunde Menschen zur Leistungssteigerung: Eher Nein. Die Evidenz fehlt. Das Geld können Sie sich wahrscheinlich sparen. Zur Vorbeugung von Demenz: Eher Nein. Studien zeigten keine signifikante präventive Wirkung. Bei bestehenden Durchblutungsstörungen oder beginnender Demenz: Ein vorsichtiges Ja. Es kann unterstützend wirken, sollte aber ein standardisierter Apotheken-Extrakt sein und mit dem Arzt abgesprochen werden (wegen der Wechselwirkungen).

Biohacking mit Nootropika kann für bessere Gehirngesundheit wirken. KI Visual.

Mythos 5, „Omega-3-Kapseln sind Gehirn Versicherung für jeden“

Q, bringt Omega 3 als Kapsel bei jedem messbar mehr Gedächtnis
A, oft nein, Meta-Analysen finden im Mittel keine klaren Gedächtnis-Verbesserungen, Effekte sind heterogen, Kontext abhängig (PMC)

Q, wo liegt der Denkfehler
A, Mangel beheben ist nicht dasselbe wie optimieren
Wenn Versorgung passt, ist der Bonus oft klein oder nicht nachweisbar.

Q, was ist der stärkere Hebel
A, Ernährung
Eine mediterrane Ernährung, ergänzt mit Olivenöl oder Nüssen, war in einer randomisierten Studie mit besseren kognitiven Outcomes assoziiert (jamanetwork.com)


Mythos 6, „B-Vitamine machen dich sofort fokussierter, schlauer“

Q, machen B-Vitamine kurzfristig smart
A, in Kurzzeit Studien zeigen B Vitamin Supplements bei Erwachsenen 50 plus meist keinen kognitiven Sofort Effekt, längerfristige Daten sind differenzierter, aber kein Energy Shot fürs Gehirn (NCCIH)

Q, was ist hier die typische Fehlannahme
A, Müdigkeit wird als Vitamin Problem interpretiert, obwohl Schlaf, Stress, Überlastung viel häufiger sind

Q, was ist der saubere Weg
A, testen bei Risiko oder Symptomen, nicht blind laden
Evidence Based Analysen ordnen B12 Testung und Behandlung bei bestätigtem Mangel ein, und zeigen gleichzeitig, dass „einfach geben“ nicht automatisch Hirn Funktion verbessert (PMC)

B-Vitamine wann sinnvoll für Gehirngesundheit? B-Vitamine sind "Nervennahrung". Sie sind sinnvoll, um Defizite auszugleichen und hohe Homocystein-Werte zu senken, die das Gehirn schädigen. Wer sich gesund ernährt, jung ist und kein Fleischverzicht übt, profitiert meist nicht zusätzlich von hoch dosierten Pillen.


Mythos 7, „Microdosing ist bewiesen, mehr Fokus, mehr Kreativität“

Q, ist Microdosing wissenschaftlich bewiesen für Fokus und Kreativität
A, nein, eine preregistrierte Meta-Analyse fand keine überzeugenden kognitiven Verbesserungen, und sogar eine Verschlechterung der kognitiven Kontrolle (PubMed)

Q, warum fühlt es sich trotzdem so an
A, subjektives Erleben plus Erwartungseffekt wird mit objektiver Leistung verwechselt

Q, was ist die legale, risikoärmere Alternative für Fokus
A, Mindfulness plus Deep Work Design
Eine Meta-Analyse über 111 RCTs fand kleine bis moderate Effekte auf globale Kognition und Teilbereiche wie executive attention und working memory accuracy (PubMed)

Beim Microdosing nimmt man eine sehr geringe Dosis einer psychedelischen Substanz (meist LSD oder Psilocybin, der Wirkstoff in "Magic Mushrooms". Die Aussage "Microdosing sorgt für mehr Fokus und Kreativität" ist subjektiv für viele Menschen wahr, aber objektiv wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Es scheint, als ob Microdosing für viele Menschen als Werkzeug funktioniert, um alte Denkmuster aufzubrechen, aber wie viel davon chemische Wirkung und wie viel Placebo ist, versucht die Forschung aktuell herauszufinden.

Biohacking für Gehirngesundheit mit Supplementen soll genau geprüft werden. KI Visual.

🎯 Key Takeaways

Mythos Reality Check Stattdessen
IQ Boost durch Smart Drugs eher situativ Schlaf, Timing
Mehr Stacks, mehr Leistung unklar, riskant One at a time
Natürlich gleich sicher Dosis, Interaktionen Qualitätscheck
Ginkgo als Booster Evidenz wacklig Training
Omega 3 als Versicherung Effekte oft klein Ernährungsmuster
B Vitamine machen schlau ohne Mangel kaum Testen, dann gezielt
Microdosing ist bewiesen keine klaren Gains Mindfulness, Deep Work

Mini FAQ

Q, was ist der schnellste Hebel für bessere Kognition
A, Schlaf, plus ein fester Tages Rhythmus, das schlägt fast alles (PubMed)

Q, wenn ich trotzdem „etwas nehmen“ will, wie minimiere ich Risiko
A, keine Mischungen ohne Dosierungen, keine zusammengewürfelten, wilden Stacks, Drittprüfung, und immer prüfen, ob Medikamente beteiligt sind (Amt für Ernährungsergänzungen)

Q, was ist der Biohacker Move mit der besten Evidenz pro Aufwand
A, 3-mal pro Woche Ausdauer oder kombiniert mit Kraft, Effekte sind breit, replizierbar (bjsm.bmj.com)


Quellen

1, Modafinil Review, Nature Neuropsychopharmacology (Nature)
2, Schlafrestriktion Dose Response, Belenky et al. 2003 (PubMed)
3, Unapproved Drugs in Cognitive Enhancement Supplements, Cohen et al. 2021 (PMC)
4, NIH Office of Dietary Supplements, Consumer Guidance (Amt für Ernährungsergänzungen)
5, Cochrane Review, Ginkgo biloba (Cochrane)
6, Exercise and cognition, umbrella review meta meta analysis, BJSM 2025 (bjsm.bmj.com)
7, Omega 3 supplementation and cognitive function, meta analysis (PMC)
8, Mediterranean diet and cognitive function, randomized trial (jamanetwork.com)
9, NCCIH Digest, Supplements and cognitive function, B vitamins (NCCIH)
10, Vitamin B12 and cognitive function, evidence based analysis (PMC)
11, Psychedelic microdosing meta analysis, cognitive control decrease (PubMed)
12, Mindfulness, meta analysis of 111 RCTs (PubMed)


Biohacking mit Foods und Nootropika. Auf Qualität achten. KI Visual.

Dein Neuro-Stack ? Eine Empfehlung als Inspiration.

📍1. Brain Fog / mentale Klarheit

Empfohlene Nootropika:

  • Lion’s Mane (Hericium erinaceus): Fördert Neuroplastizität & Nervenwachstum
  • Alpha-GPC: Schneller verfügbarer Cholin-Lieferant für mentale Schärfe
  • Rhodiola Rosea: Adaptogen für mentale Widerstandskraft bei Erschöpfung

📍2. Mentale Energie & Wachheit

Empfohlene Nootropika:

  • L-Tyrosin: Vorläufer von Dopamin – für Antrieb & Motivation
  • Teacrine oder Dynamine: Koffein ähnlich – ohne Toleranzbildung
  • CoQ10 / PQQ: Mitochondriale Energieproduktion im Gehirn

📍3. Fokus und Konzentration

Empfohlene Nootropika:

  • L-Theanin + Koffein: Synergie für fokussierte Wachheit ohne Nervosität
  • Citicolin (CDP-Cholin): Unterstützt Aufmerksamkeit & neuronale Kommunikation
  • Bacopa Monnieri: Langfristige Verbesserung von Fokus & Lerngedächtnis

📍4. Gedächtnis und Neuroprotektion

Empfohlene Nootropika:

  • Uridin Monophosphat: Zellmembranbildung & Synapsen-Reparatur
  • Omega-3 (EPA/DHA): Struktureller Baustein fürs Gehirn
  • Spermidin: Autophagie & Schutz vor neurodegenerativen Prozessen

🧬 Immer gültig: Der Universal Brain Stack ?

SupplementWarum es sinnvoll ist
Omega-3 (DHA)Gehirnstruktur, Entzündung ↓
Magnesium (L-Threonat)Erhöht Gehirn-Mg-Level, verbessert Lernen
Vitamin-B-KomplexEnergie, Methylierung, Nervenfunktion
L-TheaninRuhe bei klarem Fokus – synergiert mit Koffein
Cholin (Alpha-GPC oder CDP)Neurotransmitter-Rohstoff

FAQ

Q: Kann ich mehrere Nootropika kombinieren
A: Kann man, sinnvoll ist es selten am Anfang. Je mehr du kombinierst, desto weniger weißt du, was wirkt, und desto höher wird das Interaktions- und Qualitäts-Risiko. Starte mit einer Substanz, klarer Dosis, klarer Ziel Metrik, dann erst schrittweise testen.

Q: Wann merke ich erste Effekte
A: Das ist individuell. Manche Dinge spürst du eher akut, insbesondere Koffein, teils auch L Theanin (Matcha), vieles andere ist, wenn überhaupt, subtil und zeigt sich eher in Leistung, Schlaf, Fehlerquote, nicht im Gefühl. Gib einem Test mindestens 14 Tage, besser 21 bis 28, wenn du etwas „Langfristiges“ prüfen willst, und miss vorher, nachher.

Q: Sind Nootropika sicher
A: „Pflanzlich“ heißt nicht automatisch sicher. Entscheidend sind Dosis, Wechselwirkungen und Produktqualität. Wenn du Medikamente nimmst, Blutdruck Themen hast, oder psychische Vorerkrankungen, dann erst abklären, dann testen. Bei Supplements gilt, transparente Dosierung, keine Proprietary Blends, idealerweise Drittprüfung.

Q: Benötige ich das dauerhaft
A: Meist nicht. Sinnvoll ist phasenweise testen, zum Beispiel 30 Tage, dann Pause, und prüfen ob der Effekt wirklich bleibt, oder ob es nur Gewöhnung, Placebo, oder Kontext war.

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Moleküle für das Gehirn?

1. BDNF (Der Dünger für das Gehirn)

Stell dir vor, du könntest deinem Gehirn Wachstumshormone geben. BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist genau das. Es ist ein Protein, das wie Dünger wirkt: Es hilft neuen Neuronen zu wachsen (Neurogenese) und schützt bestehende vor dem Absterben.

  • Der "Hack": Intensives Intervalltraining (HIIT) und intermittierendes Fasten können den BDNF-Spiegel auf natürliche Weise in die Höhe treiben.

2. Omega-3 (Das Baumaterial)

Dein Gehirn besteht zu einem Großteil aus Fett. Aber nicht irgendeinem Fett. DHA (eine Omega-3-Fettsäure) ist der Beton, aus dem die Zellwände deiner Neuronen gebaut sind. Wenn diese Wände flexibel und gesund sind, können Signale rasend schnell übertragen werden.

  • Der Gedanke: Ohne genug DHA ist es, als würdest du versuchen, ein High-Speed-Internet durch ein verrostetes Kupferkabel zu leiten.

3. Acetylcholin (Der Fokus-Schalter)

Kennst du dieses Gefühl, wenn du so vertieft in eine Aufgabe bist, dass du alles andere vergisst? Das ist oft das Werk von Acetylcholin. Es soll der Neurotransmitter für Lernen, Gedächtnis und Aufmerksamkeit sein.

  • Die Quelle: Der Körper baut es aus Cholin, das reichlich in Eigelb (ja, iss das Eigelb, wenn es dir schmeckt und du es verträgst) vorkommt.
Der Körper baut Acetylcholin aus Cholin, ist reichlich in Eigelb. KI Visual.

4. NAD+ (Die Energie-Währung)

Jede Zelle benötigt Energie, und NAD+ ist entscheidend dafür, dass die "Kraftwerke" deiner Zellen (die Mitochondrien) funktionieren. Im Gehirn, das extrem viel Energie verbraucht, sinkt der NAD+-Spiegel im Alter drastisch. Das führt zu verlangsamtem Denken.

  • Der Trend: Moleküle wie NMN oder NR (Vorstufen von NAD+) werden gerade intensiv erforscht, um das Gehirn gewissermaßen "biologisch zu verjüngen".
  • ⚠️ Wichtiger Hinweis zur Vorsicht: Obwohl die Forschung an NMN und NR vielversprechend klingt, ist die Datenlage beim Menschen noch nicht abschließend geklärt. Viele der spektakulären Ergebnisse zur „Verjüngung“ stammen bisher aus Tierstudien (z. B. an Mäusen). Langzeitstudien zur Sicherheit und zur tatsächlichen Wirksamkeit bei gesunden Menschen stehen noch aus. Zudem werden diese Nahrungsergänzungsmittel oft nicht streng reguliert, was zu Schwankungen in der Reinheit und Dosierung führen kann. Bevor du solche Moleküle einnimmst, lieber zweimal recherchieren.

5. Antioxidantien auf Zellebene (Glutathion)

Dein Gehirn produziert bei der Arbeit viel "Abgas" (freie Radikale). Wenn dieser Müll nicht weggeräumt wird, entzündet sich das Gewebe (Neuroinflammation). Glutathion ist das wichtigste körpereigene Antioxidans, der Meister-Müllschlucker.

  • Der Gegner: Zucker und chronischer Stress senken deine Glutathion-Vorräte massiv.
  • Ein Freund. Zusammenfassung für deinen Einkaufskorb:
    Ein Omelette (Cystein & Selen) mit Zwiebeln und Spinat (Schwefel & Vitamine), dazu ein kleiner Salat mit rotem Paprika und einem Dressing mit Kurkuma. Das wäre eine Anti-Stress-Glutathion-Mahlzeit.

Biohacking Basics, skeptisch bleiben, sauber messen, langfristig profitieren

1, Dein Gehirn ist kein „Turbo“, es ist ein biologisches System, das Schlaf, Bewegung, Stresslevel, Ernährung und soziale Stabilität messbar besser verträgt als jede Wunderdroge.

2, Wenn du Biohacking startest, beginne mit den Big Rocks, Schlafqualität, Ausdauer plus Kraft, stabile Blutzuckerführung, Licht am Morgen, weniger Alkohol, weil hier die stärksten und am besten replizierten Effekte liegen.

3, Supplements sind höchstens ein Hebel, wenn ein echtes Defizit, eine klare Indikation, oder eine plausible Lücke im Alltag besteht, sonst kaufst du oft nur teuren Optimismus.

4, Nootropika funktionieren selten wie „IQ plus 20“, realistischer sind kleine Effekte auf Wachheit, Stressreaktion oder Fokus, und genau deshalb lohnt sich skeptisches Testen statt Glauben.

5, Molekularmedizin klingt nach Sci Fi, ist aber im Kern simpel, wir messen Biomarker, wir testen Hypothesen, wir ändern eine Variable, wir prüfen Ergebnis, und wir dokumentieren sauber.

6, Dein Goldstandard als Starter ist ein n gleich 1 Protokoll, ein Ziel, eine Änderung, eine Messgröße, eine feste Dauer, danach ehrlich auswerten, nicht schönreden.

7, Wenn du kombinierst, dann konservativ, ein neues Element alle 7 bis 14 Tage, klare Dosierung, saubere Produktqualität, sonst weißt du nie, was wirkt und was nur Nebenwirkung ist.

8, Für Gehirngesundheit sind die „langweiligen“ Dinge brutal effektiv, regelmäßige Bewegung, guter Schlaf, Protein und Mikronährstoffe aus Essen, mentale Herausforderung, stabile Beziehungen, das ist die Basis, nicht das Nice to have.

9, Das Mindset ist kein Esoterikteil, sondern Compliance, wer Routinen baut, Reize reduziert, und langfristig dranbleibt, schlägt jeden, der jeden Montag ein neues Pulver feiert.

10, Wenn du neugierig bist, sei neugierig wie ein Wissenschaftler, klein starten, messen, iterieren, und wenn etwas keinen klaren Nutzen zeigt, raus damit, dein Gehirn wird dir den Minimalismus danken.

🎯 Mini Infobox, Starter Checkliste in 60 Sekunden
Ziel definieren, Fokus, Schlaf, Stimmung, Gedächtnis, Stress, Energie
1 Basis zuerst, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Routine
1 Experiment danach, eine Substanz, eine Variable, 14 bis 30 Tage
Messung, subjektives Log, Schlafdaten, Training, Konzentrationsfenster
Stop Regeln, Nebenwirkungen, schlechter Schlaf, Unruhe, Blutdruck, dann abbrechen



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